Archive for the ‘Gefunden’ Category
Eine andere Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln
Man fragt sich wirklich, wie so etwas zustandekommt. Eine “kleine Kleidungsfirma” in den Staaten exportiert offensichtlich kollektiv akzeptierte Unzufriedenheit mit der derzeitigen Machtsituation in den Staaten. Die wenigen Modelle, die auf dem einheimischen Markt landen, fallen nicht auf: der Text ist im englischen Original völlig unverfänglich. Leider findet sich auf der Abbildung kein Hinweis auf die Herkunft des Textils. Nichtsdestotrotz muß man davon ausgehen, daß die meisten Kleidungsstücke außerhalb der USA zusammengefügt und dann im Land nur noch vertrieben werden. Insofern könnte das Ganze natürlich auch ein Scherz eines leichtsinnigen Zulieferers sein, der bislang den französischunkundigen Blicken der Kleiderfirma entging. Oder es ist alles geplant und der Chef ist verantwortlich. Jedenfalls eine interessante Zersetzungsstrategie. Scheint mir besser als ein Flugblatt zu sein, zumindest haltbarer. Auf der anderen Seite: wer sieht schon auf solche Etiketten? Hausfrauen? Französische Hausfrauen? Ségolène Royal?

Quelle: http://i.thefairest.info/funniest_thumbs/SLctWT.jpeg
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Mary Johnson singt
Me’shell: I’m a fish in an Aquarium
I’m a fish in an aquarium
Cut off from the outside world
The water’s always lukewarm
And i observe
Hardly anyone takes notice of me
But I am, here
Quietly floating
My lips, moving
Just like yours
Always in motion
You, never seem to rest
Through my reflection
I watch you
Why do you keep me here, like this
I’m a fish in an aquarium
Cut off from the outside world
The water’s always lukewarm
And i observe
No storms in these waters
So quiet, they’re turning stale
Sometimes the tension
Keeps me hanging on each day
Each day
Will you starve me or feed me
I never really know
This love
My mountain
My detention
I’m dying slowly
I’m a fish in an aquarium
Cut off from the outside world
The water’s always lukewarm
And I observe
I just want to fall
Fall
I’m a fish in an aquarium
And so i will remain
Where i slowly stir the water
And everyday’s the same
The same
The same
The same
The same
The same
The same
Me’shell Ndegeocello: Dance of the Infidel
Mehr zu Mary Johnson: http://de.wikipedia.org/wiki/Ndegeocello
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Jack über den Wolken
Der Mann, der fliegen wollte
Jack Vroom ist einer von ca. 40 Menschen weltweit, die im Besitz eines - für die Fluggesellschaft American Airlines - offenbar grauenhaft unrentablen Universaltickets sind, das ihnen unbegrenzte Flüge in der First Class bis ans Lebensende zusichert.
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Tschernobyl
Elena ist eine Bikerin. Mit ihrer Kawasaki Ninja macht sie gelegentlich Ausflüge. Hierin unterscheidet sie sich nicht wesentlich vom Rest der motorradbesitzenden Bevölkerung.
Das Ziel ihrer Joyrides ist jedoch bemerkenswert: Tschernobyl und die umliegenden Ortschaften. Ihr bester Freund: ein Dosimeter.
http://www.angelfire.com/extreme4/kiddofspeed/chapter1.html
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Die schwersten Wege
Die schwersten Wege
werden alleine gegangen,
die Enttäuschung, der Verlust,
das Opfer,
selbst der Tote der jedem Ruf antwortet
und sich keiner Bitte versagt
steht uns nicht bei
und sieht zu
ob wir es vermögen.
Die Hände der Lebenden
die sich ausstrecken
ohne uns zu erreichen
sind wie die Äste der Bäume im Winter.
Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt
und den Schritt den der Fuß
noch nicht gegangen ist aber gehen wird.
Stehenbleiben und sich Umdrehen hilft nicht.
Es muß gegangen werden.
Nimm eine Kerze in die Hand
wie in den Katakomben,
das kleine Licht atmet kaum.
Und doch, wenn Du lange gegangen bist,
bleibt das Wunder nicht aus,
weil das Wunder immer geschieht,
und weil wir ohne die Gnade nicht leben können:
die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags,
du bläst sie lächelnd aus
wenn du in die Sonne trittst
und unter den blühenden Gärten
die Stadt vor dir liegt,
und in deinem Hause
dir der Tisch weiß gedeckt ist.
Und die verlierbaren Lebenden
und die unverlierbaren Toten
dir das Brot brechen und den Wein reichen-
und du ihre Stimmen wieder hörst
ganz nahe bei deinem Herzen.
Hilde Domin
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Query by humming
Es ist ein ganz und gar unerträglicher Zustand: man hat eine Melodie im Kopf und weiss nicht mehr von wem sie war. Manchmal helfen andere Leute weiter, aber wer hört einem heute schon noch gerne zu? Gut, dass es jetzt auch für diese Situation eine Suchmaschine gibt, die ein gesummtes Sample mit einer augenblicklich 3500 Stücken enthaltenden Datenbank vergleicht.Wenn man allerdings unmusikalisch ist, nun, dann wird das wohl auch mit Computerhilfe nichts.
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Google Dein Lieblingsbuch
Google hat mal wieder eine neue Idee, die aber noch sehr geheim zu sein scheint. Sie ist weder von der Hauptseite verlinkt, noch findet sie sich auf der “Lab”-Seite. This space intentionally left blank schlägt es einem entgegen, wenn man die Webpage des Projektes aufruft.Worum geht es also? Google möchte offenbar “Offline-Content” in Form von (Auszügen aus) Büchern im Netz verfügbar machen. Natürlich mit Link zu Online-Bookstores, aber im Augenblick “verdient daran niemand” (siehe die FAQ des Projektes). Ganze Bücher wird man aber vermutlich in absehbarer Zeit vergeblich suchen.
So geheimnisvoll Google tut, der Service ist bereits verfügbar (einfach “book” durch den gesuchten Autor, Titel etc. ersetzen). Interessant ist auch das Linkformat, das sich praktisch an der ISBN orientiert:
http://print.google.com/print/doc?isbn=0385504209
- dies ein Link zum Bestseller von www.amazon.com, “The Da Vinci Code” von Dan Brown. Etwas Ähnliches macht ja auch Amazon mit seinem “Look inside the book”, das ja schon von vielen Seiten Kritik hinsichtlich der Aufweichung von Urheberrechten gehört hat.
Wer ältere Bücher online sucht, sollte sich einmal das Projekt Gutenberg ansehen.
Insgesamt kann das ganze sicher praktisch sein, aber da ja nicht der Volltext des Buches durchsucht werden kann, ist es augenblicklich nur eingeschränkt von Nutzen.
[Quelle des Ganzen war Heiko Hebig.]
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Gerster und seine Million
BrandEins ist eine sehr unklassische Wirtschaftszeitschrift, die ich schon länger lese. Sie beschreibt sich selbst so:
Wir nehmen scheinbar Vertrautes auseinander und setzen es neu zusammen, wir kreuzen Wirtschaft mit Kultur und Gesellschaft. Unser Angebot ist der Perspektivwechsel - denn neue Sichtweisen sind entscheidend für eine Wirtschaft, in der Kreativität und Wissen die wichtigsten Produktivfaktoren sind.
Dies nur als Einführung. In Ihrer aktuellen Ausgabe fand ich einen sehr schönen Artikel über die Werbebemühungen der deutschen Bundesländer. Unter der Überschrift Wir können alles ausser Werbung werden alle Bundesländer ausser Baden-Württemberg vorgeführt ob ihrer teilweise doch reichlich langweiligen Imagekampagnen. Man erfährt auch, und das ist nun wirklich komisch, dass die “Wir können alles…”-Idee zunächst dem Freistaat Sachsen angeboten worden war, dieser aber ablehnte. Das war eine Entscheidung, die heute offenkundig als falsch anmutet, “Sächsisten”!Werbung ist ein schwieriges Gebiet und eigentlich wollte ich auch auf etwas anderes hinaus: Florian Gerster hat es ja zur Zeit nicht leicht. Ins Gerede gekommen wegen der Eilvergabe eines Marketingauftrages im Werte von rund 1 Mio. Euro, steht jetzt schon wieder der Vorwurf im Raum, eine riesige BMW-Flotte gekauft zu haben. Scheinbar ist an der zweiten Geschichte nicht allzuviel dran. Wenn sich dies bestätigen sollte, dann wundert man sich schon etwas, wie von allen Seiten “Rücktritt” gekreischt wird.
Der oben zitierte BrandEins-Artikel erwähnt das Jahres-Werbebudget des Bundes für das kommende Jahr: 88 Mio. Euro. Vermutlich ist da das Budget der Bundesanstalt für Arbeit noch nicht einmal enthalten. Selbige hat, und das ist diesem Artikel entnommen, ein “(Gesamt-)Budget fast so groß wie der Umsatz von BMW und Audi zusammen” sowie “mehr Beschäftigte als BASF”. Und da wundert man sich über sechsstellige Beträge im Werbeetat?
Sicherlich sollte in so einem Zusammenhang alles seine formale Ordnung haben. Aber wie mein guter Freund Jan (Link siehe rechts unten) sehr richtig meint: “Der Nachteil von Ausschreibungen ist: man muss immer den billigsten nehmen.” Ob das im PR-Geschäft sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt.
Ich denke, das ist ein schönes Beispiel dafür, wie manche Proportionen in der politischen Diskussion in den Hintergrund rücken. Die einzige Frage, die man hier diskutieren kann, ist doch: will man einer Behörde, die der Regierung unterstellt ist, sinnvolle PR gönnen - oder nicht.

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