Archive for the ‘Medizin’ Category
Immer schön nach dem Arzt fragen…
… sonst kommt vielleicht der Bäcker. Dies hat offenbar weniger mit dem viel beschriebenen Ärztemangel als vielmehr mit kriminellen Machenschaften eines “mehrfach ausgezeichneten” Leiters des Werksarztzentrums der Zeitarbeitsfirma Randstad zu tun. Die einleitende Überschrift ergibt sich aus den Rechtfertigungsversuchen des Anwalts dieses Herren, der angegeben hatte “einige Auftraggeber hätten ‘nicht explizit nach einem Arzt verlangt’”.
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “„Spiegel“: Falsche Betriebsärzte untersuchen Beschäftigte”
Gesundheitskarte 2010
Die Firma Applied Digital Solutions hat in den USA durch die zuständige Aufsichtsbehörde FDA die Zulassung für die medizinische Nutzung des VeriChip erhalten. Dieses reiskorngroße Stück Elektronik beinhaltet eine 16-stellige Identifikationsnummer, die mit einem speziellen Gerät ausgelesen werden und dann Zugang zu speziellen medizinischen Informationen vermitteln kann. Basis des Ganzen ist RFID.
Das paßt doch in die aktuelle Diskussion zur Gesundheitskarte. Wozu das Portemonnaie noch mit mehr Plastik beladen, schöner ist es doch, wenn man die Identifikation gleich mit sich herumtragen kann, oder?
Der obige Link verweist übrigens auf die Seiten des Baja Beach Club, Barcelona, der von seinen VIPs tatsächlich verlangt, sich so ein Teil in den Oberarm schießen zu lassen um bevorzugt Eintritt zu ihrem Musikladen zu erhalten.
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Wenn Gerichtsurteile nicht in den Kram passen..
… dann ändert man einfach ein paar Verordnungen. So geplant im Streit um die Arbeitszeitregelungen in deutschen (und europäischen) Krankenhäusern, in dem vor kurzem der Europäische Gerichtshof in einem Urteil entschieden hatte, Bereitschaftszeit in Krankenhäusern sei als Arbeitszeit zu werten. Dies hätte erhebliche finanzielle Belastungen für das Gesundheitssystem der Mitgliedsländer (insbesondere Deutschland) bedeutet, da eine große Zahl neuer Ärzte hätte eingestellt werden müssen.Die zuständige Kommissarin kündigt jetzt an die Regelungen dahingehend zu ändern, daß die Mitgliedsstaaten selbst entscheiden könnten, ob Arbeitszeit als Bereitschaftszeit zu werten sei, oder nicht. Einer der Hauptgründe, den sie nannte, war, daß “in Deutschland bis zu 15000 neue Ärzte eingestellt werden müssten.” Dies ist fürwahr keine neue Erkenntnis. Arbeitsminister Clement will das Urteil in Deutschland trotzdem “so schnell als möglich” umsetzen. Das heißt, mit einer Übergangszeit von etwa zwei Jahren.
Das ist schon alles seltsam. Wenn es gut läuft, können wir damit rechnen, dass bis zum Inkrafttreten genug Zeit bleibt, die Basis des neuen Gesetzes wieder zu erschüttern.
Nicht, dass eine zu strikte Regelung der Arbeitszeit nur Vorteile bringen würde. Im Gegenteil. Sie würde sich sicherlich negativ auf die Ausbildung junger Ärzte auswirken. Aber so ein Durcheinander hilft dem Patienten, der am Ende der Hackordnung steht, sicher nicht weiter.
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Gesundheitsreform
Es ist schon absurd. Da wird eine Gesundheitsreform gemacht, um das raketenartige Ansteigen der Kassenbeiträge und somit der Lohnnebenkosten zu verhindern und letztlich bleibt alles beim Alten. Liegt ja auch schon fast ein Jahr zurück, der Beginn des Prozesses. Da können wesentliche Aspekte schon einmal wieder in Vergessenheit geraten. Gut, dass die Halbwertszeit der öffentlichen Wahrnehmung so niedrig ist. Sonst würde man es wahrscheinlich auch kaum aushalten, im täglichen Leben.
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